Make peace with history – Eustory Next Generation Summit 2018

 

Dank meines Erfolgs beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten habe ich die Möglichkeit, mich bei verschiedenen Preisträgeraktivitäten zu bewerben – so auch beim Eustory Next Generation Summit der Körberstiftung, der jedes Jahr in Berlin stattfindet.

Eustory ist ein Geschichtsnetzwerk, welches Jugendliche aus ganz Europa dazu anregt, sich gemeinsam mit zentralen Gegenwartsfragen der europäischen Geschichte auseinanderzusetzen. Der Next Generation Summit stellt hierbei Teil des Projekts dar.

Glücklicherweise war meine Bewerbung erfolgreich und ich hatte die Ehre Mitte November für eine Woche nach Berlin zu reisen. Dort trafen sich 120 junge Europäer im Alter von 16 bis 25 um in verschiedenen Workshops an dem Thema „Make peace with history“ zu arbeiten. Meine Gruppe beschäftigte sich mit dem Westfälischen Frieden, der 1648 den 30jährigen Krieg beendet hatte. Gemeinsam erarbeiteten wir Parallelen zwischen dem damaligen Krieg und heutigen Konflikten, wie z. B. dem Krieg in Syrien oder die Ausgrenzung von Muslimen in Myanmar, um schließlich – ausgehend vom Westfälischen Frieden – Lösungsansätze herauszufinden.

Daneben hatten wir die Möglichkeit Berlin zu erkunden. Wir besuchten den Bundestag, die East Side Gallery, das Brandenburger Tor, das Holocaustdenkmal und viele weitere Sehenswürdigkeiten. Ein besonderes Highlight war das Treffen mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Für mich persönlich war der Aufenthalt eine große Bereicherung, da ich mich mit Menschen aus rund 25 verschiedenen Ländern – darunter Georgien, Estland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Polen, Norwegen, Russland, Israel uvm. – in verschiedenen Sprachen unterhalten konnte und viele Freundschaften schließen durfte. Die anfängliche Angst, eine Woche lang nur auf Englisch kommunizieren zu können, verflog bereits bei meiner Ankunft, als ich herzlich begrüßt und in die Gruppe aufgenommen wurde.

Abschließend möchte ich mich daher bei allen Personen bedanken, die mir diese Reise ermöglicht haben, darunter mein Tutor, meine Eltern, die Schulleitung und natürlich die Körberstiftung.

Barbara Schmucker (Text und Bilder)