…können Sie mir helfen?“ Jeder kennt oder fürchtet Situationen, in denen man sich bedroht fühlt. Wie man sich hier richtig verhält, das war Gegenstand eines Zivilcouragelehrgangs, an dem der Politikkurs von Herrn Wabra am 16.01.2019 teilgenommen hat. Dieser wurde von der Bundespolizei durchgeführt und informierte uns über das richtige Verhalten im Alltag.

Im Rahmen der allgemeinen Einführung ließen uns die beiden Bundespolizisten PHM Maik Kaiser und POK Josef Prill Begriffe wie „Raub“ oder „Körperverletzung“ so anordnen, dass jeder seine eigene Einschätzung über die Schwere dieser Gewalttaten offen äußern konnte. Dadurch wurde uns bewusst, wie schwierig es ist, ein Verbrechen genau zu bewerten, weil jeder Mensch hier seine eigene Wahrnehmung hat. Nach einem kurzen Film, der die Gewaltspirale veranschaulicht hat, sammelten wir Schülerinnen und Schüler in einem Gespräch Gründe, warum ein Mensch Opfer eines Verbrechens werden kann. Dabei fiel uns auf, dass jeder Opfer werden kann, ohne dass es dafür einen besonderen Grund braucht.

Nach einer kurzen Pause simulierten wir die Situation, dass wir Jugendliche in einem Bus sitzen, während ein betrunkener Mann (gespielt von Herrn Prill) einsteigt. Der Mann belästigte in dieser Situation die Passagiere (also uns), woraufhin wir immer wieder gemeinsam klärten, wie man sich als Unbeteiligte/r oder gar als Opfer am besten verhält. Dabei bekamen wir wertvolle Tipps: Zum Beispiel, dass man im Bus oder in der Bahn stets den Platz direkt am Gang und nicht am Fenster wählen sollte, um gegebenenfalls flüchten zu können. Zudem lernten wir, dass man bedrohten Personen durchaus helfen kann und auch sollte, aber die eigene Sicherheit immer vorgeht. Niemand sollte den Helden/die Heldin spielen, sondern Verstärkung holen oder die 110 wählen.

Wir konnten aus diesem Nachmittag einiges mitnehmen, das wir aber hoffentlich nie brauchen werden. Auf die weitere Zusammenarbeit mit der Bundespolizei freuen wir uns schon sehr.

Alexandra Eisenach, Lea Kummer und Lilian Ocks für den Wahlkurs „Politik und Zeitgeschehen“ (Fotos Wabra)