Geheimbund, Sklaven und Texas? Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2012 am AGW

 

Quelle: Thomas Fink

Wem fiele bei den Stichworten „Geheimbund“, „Sklaven“ und „Texas“  nicht sofort der rassistische Ku-Klux-Clan ein, der in den Südstaaten von Amerika seit seiner Gründung 1865 die Unterdrückung und Wiederversklavung der Farbigen betreibt? Doch diese Assoziation geht völiig fehl. Denn die genannten Stichworte stecken die Themengebiete ab, die heuer beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Mittelpunkt standen. Ein wichtiges Ziel dieses Wettbewerbs ist es, die Auseinandersetzung mit der Sprache und Kultur fremder Länder zu fördern und so Toleranz und Respekt gegenüber anderen Ländern und anderen Sitten zu stiften.

Für die Einzelwettbewerbe bereiteten sich fünf sprachbegeisterte Schülerinnen des AGW auf die Themen vor und bearbeiteten am Donnerstag, 19.01.2012, die niveauvollen Aufgaben in Englisch oder Latein. Zwei Schülerinnen nahmen sogar die Herausforderung an, in beiden Fremdsprachen am Wettbewerb teilzunehmen.

Dabei ging es darum, vielfältige Aufgaben wie z. B. kreatives Schreiben, Leseverständnis, Hörverständnis, Wortergänzung oder Fragen zu Landes- und Kulturkunde zu meistern. Gute Sprachkenntnisse sind hierfür zwar eine wichtige Voraussetzung. Doch die Schülerinnen mussten auch geistige Beweglichkeit, Kreativität und kulturelles Grundwissen zum Land ihrer Sprache unter Beweis stellen und sogar selbst gesprochene Texte in ihrer Fremdsprache (auch auf Lateinisch!) auf Tonträger aufnehmen. Damit gehen die Anforderungen und die Art der Aufgaben weit über das bei Schulaufgaben übliche Maß hinaus. Beispiele für Aufgaben aus vergangenen Jahren finden sich im Internet unter www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de.

Auch für Schüler, die ihre Phantasie ausleben wollen, bietet der Bundeswettbewerb vielerlei Möglichkeiten. Zwei Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe erprobten ihr schriftstellerisches Talent und verfassten englische Kurzgeschichten, während Schülerinnen der Klasse 9e, betreut von ihren Sprachenlehrerinnen Frau Büchl und Frau Glatigny, einen Kurzfilm drehten. Darin versucht ein Geheimbund lateinisch sprechender Schwestern  die Weltherrschaft an sich zu reißen. Selbstverständlich stammt das Drehbuch von den Schülerinnen selbst und ist in den Sprachen Englisch und Latein abgefasst.

Allen Teilnehmerinnen wünscht die Schulgemeinschaft des AGW viel Erfolg. Wir hoffen, dass sie mit gleichem Mut und gleicher Entschlossenheit für Toleranz und Respekt gegenüber dem Fremden eintreten, wie der Polizeiinspektor des Kurzfilms, der dem Treiben der Schwesternschaft schließlich ein Ende setzt.

 

Fi