Studienfahrt nach Paris 2014

 

Unsere Studienfahrt nach Paris 2014, organisiert vom P-Seminar «Paris»

Bild: Laura Genser

Bild: Laura Genser

“Olé, olé, olé, olé – we are the champions!” – Mit Jubelgesängen machten sich in der Fußball-WM-Siegesnacht vom 13. auf den 14. Juli 2014 um 5 Uhr 37 AGWler mit den Lehrern Frau Büchl, Frau Glatigny und Herrn Dirscherl auf den Weg nach Paris. Die Busfahrt verging einigermaßen schnell, denn das P-Seminar „Organisation einer Studienfahrt nach Paris“ hatte sich unter der Leitung von Frau Büchl bereits im Vorfeld überlegt, dass man den Mitschülern die Fahrt durch einen kleinen Sprachkurs, genügend selbst erstellte Musik-CDs und mit Filmen versüßen kann.

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Bild: Lena Reichel

Obwohl das Stadtviertel Bagnolet nicht unbedingt zum Flanieren einlud, waren alle mit dem Hotel, das das P-Seminar ausgesucht hatte, an sich sehr zufrieden und nach einem kurzen „Wieder-Frisch-Machen“ brach die AGW-Gruppe mit der Métro auf zum Marsfeld und zum Eiffel-Turm. Der 14. Juli ist nämlich der Französische Nationalfeiertag, der am Champs de Mars mit Feuerwerk und einem Open-Air Konzert (in diesem Jahr ganz im Zeichen der Klassik, mit internationalen Opern-Stars) auch ordentlich gefeiert wird. Das Wetter war prächtig – man konnte sich sogar um 23 Uhr noch in luftiger Kleidung draußen aufhalten (das warme Wetter sollte uns allerdings im Laufe der Woche noch zum Verhängnis werden!).

Das P-Seminar hatte, auch was die Planung der Programmpunkte betraf, ganze Arbeit geleistet:

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Bild: Lena Reichel

Am Dienstag, 15.07., standen ein Spaziergang im Quartier Montmartre und die Besichtigung der Opéra Garnier auf dem Programm. Nach einigen Gruppenfotos vor der Kulisse der gewaltigen Kirche Sacré-Cœur hielten Lena und Melissa Vorträge zu diesem Bauwerk und Magdalena gab ihr Wissen zum gesamten Stadtviertel preis. Alle Teilnehmer des P-Seminars hatten nämlich Kurzreferate über Pariser Sehenswürdigkeiten vorbereitet. Nachmittags fuhren wir zur Opéra Garnier, deren Prunk – innen und außen – uns sehr beeindruckte. Gleichermaßen imposant waren das opulent ausgestaltete Kaufhaus „Galeries Lafayette“, die Place Vendôme und die Kirche La Madeleine. Für den Abend waren ein gemeinsames Abendessen und eine nächtliche Bootsfahrt auf der Seine veranschlagt.

Am Mittwochvormittag ließen wir uns die Hauptstadt Frankreichs durch einen Stadtführer im Bus zeigen. Mit der richtigen Dosierung an Informationsgehalt erblickten wir ohne so große körperliche Anstrengung wie am vorherigen Tag viele Sehenswürdigkeiten. Die Endstation war mittags der Triumphbogen, l´Arc de Triomphe, der uns nach 284 Stufen Aufstieg mit einem atemberaubenden Ausblick über ganz Paris belohnte. Nach einer ausgedehnten Pause an den Champs-Elysées war abends Besuchszeit für Mona Lisa. Dazu bekamen wir eine interessante Führung durch den Louvre von Herrn Dirscherl.

Bild: Laura Genser

Bild: Laura Genser

Das Donnerstags-Programm bot uns ein sehr hübsches Viertel in Paris: le Marais. Hier befinden sich das jüdische Viertel, der wohl schönste Platz in Paris, die Plâce des Vosges, viele coole Boutiquen und das Centre Pompidou, dessen großartige Kunstwerke und Exponate im Museum für Moderne Kunst Herr Dirscherl genau erklärte. Abends ließen wir uns in einem sehr leckeren Flammkuchenrestaurant verwöhnen und abschließend fuhren wir bei Abenddämmerung die Tour Montparnasse hoch, deren Dachterrasse uns mit ihrem großartigen Ausblick wieder viele tolle Fotos bescherte.

Der Freitag war – als heißester Tag (36°Grad!) – nochmal sehr anstrengend für uns Schüler, und es bewahrheitete sich das für unsere Abi-Fahrt-T-Shirts gewählte Motto „le Tortour de France“. Im Rückblick aber war auch dies wiederum ein Tag mit einer denkwürdigen Ausbeute: Fotos von Oscar Wildes Grab am Friedhof Père Lachaise, Fotos von Notre Dame, die Erinnerung an die leider nur kurz währende sehr erfrischende Kühle in der Krypta des Panthéon stellen nur Momentaufnahmen dar. Klar, auch die Rechnung von 25 € für zweimal Orangensaft im Quartier Latin und 5,60 € für einen Automaten-Cappuccino. darf nicht unerwähnt bleiben.

Der Countdown vor der nächtlichen Rückkehr startete dann im prachtvollen Jardin du Luxembourg.

Auch wenn die Vorfreude auf Zuhause nach der erschöpfenden Zeit in Paris groß war, in dem ein oder anderen machte sich bereits die Sehnsucht, in der Hauptstadt Frankreichs zu bleiben, breit. Die sechs Tage in Paris waren für jeden ein unvergesslicher Aufenthalt.

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei dem tollen Lehrerteam, das so gut harmoniert hat und uns Paris so alltagsgetreu wie möglich (mit Fahrten in der Métro oder durch Mitfeiern des Nationalfeiertags), aber auch von einer so interessanten Seite gezeigt hat. Bei kleinen Wehwehchen half Frau Büchl fürsorglich mit Pflastern und Heiltropfen aus, sodass wir allen möglichen Störfaktoren trotzen konnten – ob Blasen, Hitze oder Erkältung – wir waren relativ hart im Nehmen und kamen eindeutig als Weltmeister im Fußmarsch nach Deutschland zurück.

 

Franziska Spiegelsberger