Juli 2016. Ende des Schuljahres. Man wartete und wartete. Auf was? Den richtigen Sommer. Besseres Wetter in Deutschland. Man hoffte zumindest auf wunderbare warme Tage in den Sommerferien.

Also war es überhaupt nicht schlimm, als wir uns an einem lauen Samstagabend – 16.07.2016 – um 20:30 Uhr vor dem Augustinus-Gymnasium trafen. Achtunddreißig Schülerinnen und Schüler sollten eine Reise nach Großbritannien antreten. Genau genommen nach Brighton and Hove (auch London By The Sea gennant), einer alternativen Stadt im wunderschönen Süden Englands. Eine super fürsorgliche Frau Koller, eine super gut gelaunte Frau Ender und ein super motivierter Herr Fellner waren auch im Gepäck.

Foto: Fellner
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Nach einer langen und anstrengenden Busfahrt kamen wir am darauffolgenden Tag – mittags – stinkend in unserem Hostel an. An dem Tag stand nicht mehr viel an, außer einer kleinen Stadtführung von Herrn Fellner, nach der wir wenigstens den Weg zum lokalen Supermarkt namens Sainsbury‘s und wieder zurück fanden. Dann hatten wir wunderbare Freizeit, um uns schön zu verlaufen, den Brighton-Pier zu besuchen, die Geschäfte der engen Lanes zu durchstöbern oder einfach um ein wenig im Meer schwimmen zu gehen. Bis 10 ging der ganze Spaß, dann mussten wir uns bei den Lehrern melden und danach war Nachtruhe.

Ach ja, das Wetter war echt super! Ich weiß nicht, ob vorher jemand den Wetterbericht nachgelesen hatte, aber der Großteil war bestimmt überrascht! In England sollte es doch dem Vorurteil nach immer regnen!

Foto: Fellner
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Juhu, am Montag bekamen wir dann das erste Mal richtiges, englisches Frühstück. Dotsch oder Kartoffelecken – unter welchem Wort man das auch immer kennt – und das restliche Klassische eben. Aber wenigstens Kaffee.

Eine Stadtrundfahrt mit einer französischen Engländerin oder englischen Französin als Guide, die meinte, dass das Wetter erst seit dem Wochenende so gut sei und wir wirklich richtiges Glück haben! Außerdem zu erwähnen: Brighton ist die weltoffenste Stadt Englands – neben London – und hat eine große und aktive LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) -Szene.

Foto: Fellner
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Naja, dann hatten wir Mittagspause, in der wir nochmal fett Essen gehen konnten, um dann fit für eine kleine Wanderung zu sein. The Seven Sisters, Birling Gap Beach, Beachy Head. Die beeindruckende Klippenküste von Sussex! Die war es wirklich Wert anzuschauen. Leider auch eine der höchsten Stellen Südenglands. Kleine Kreuze und Grabkerzen säumten einige Stellen. Abends gestaltete dann jeder wieder seine Freizeit nach seinem Geschmack.

Am Dienstag kam dann der von vielen heiß ersehnte London-Tag. Morgens los mit den Bus, etwa zwei Stunden später standen wir dann neben der Tower Bridge. Schon ganz beeindruckend, aber auch nicht anders als auf all den Postkarten und Instagrambildern. Touristenbilder durften natürlich nicht fehlen.

Foto: Fellner
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Dann weiter eine kleine Stadtführung – abermals durch Herrn Fellner (Ein großes Danke an dieser Stelle! Haben sie super gemacht!) – durch das Zentrum Londons. Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham Palace, Downing Street und zum Schluss Piccadilly Circus mit anschließender Oxford Street. Wiederum vier Stunden Freizeit und eine super Gelegenheit zu konsumieren. Aber auch, um die U-Bahn auszuprobieren und so zu tun als wäre man aus London. Abends waren wir alle ziemlich tot. Die Hitze hat uns alle erschlagen. Aber mal schnell „Hallo“ zu London zu sagen, hat niemanden ernsthaft geschadet.

Foto: Fellner
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Der Mittwoch war leider nicht mehr so sonnig und ein wenig windig. Vormittags hat das keinen gestört, denn wir lernten in Hastings etwas über das berühmte Battle of 1066, die die Invasion der Normannen nach sich zog. Heute grasen da nette Schafe, die ziemlich viele Ausscheidungen hinterlassen. Also festes Schuhwerk!

Dann nachmittags wurde uns eigentlich eine Bootstour gesponsert, aber die fiel dann wohl ins Wasser. Haha. Wellen zu hoch, zu unsicher. Schade. Naja, Eastbournes Hafen war ganz schön und einige erfreuten sich an dem nahe liegenden Einkaufskomplex, der Resterampe des gemeinen Konsums.

Abends nutzte man dann nochmal die letzte windige Gelegenheit am Meer, um zusammen die letzten Tage zu reflektieren und trauernd in Richtung französischer Küste zu starren.

Am nächsten Morgen ein letztes Mal leckeres Frühstück. Ein letztes Mal durch die Lanes. Ein letztes Mal in den Supermarkt. Ein letztes Mal zum Meer. Die letzten 3£ ausgeben. Das letzte Mal Tom Rosenthal treffen.

Jeder kann wahrscheinlich individuell bessere und spannendere, emotional geladenere Geschichten erzählen, also tut es mir leid, wenn ich einen wichtigen Ort vergessen habe oder einen lustigen Moment nicht miterlebt habe. Im Großen und Ganzen werden mir hoffentlich alle zustimmen, dass es eine super Abifahrt war.

Noch ein liebes Dankeschön an die Lehrer, die echt durchgehend entspannt waren!

Elisabeth Gleissner, Q11

Foto: Fellner
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