Theaterbesuch der 10d in der Gedenkstätte des KZ Flossenbürg

 

„Der Schlaf des Vergessens gebiert Ungeheuer“ (Roman von Hans Fallada)

Am Donnerstag, den 26. Januar 2017 besuchten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10d das Theaterstück „Der Schlaf des Vergessens gebiert Ungeheuer“, welches die Theatergruppe namens Gruppe 6 des Görres Gymnasiums Düsseldorf in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers in Flossenbürg aufführte.

Diese Exkursion wurde von den beiden Lehrkräften Frau Zimmermann und Herrn Vollath organisiert, wobei die Schülerinnen und Schüler zum einen die Möglichkeit hatten, das Theaterstück zu sehen und zum anderen mit den Schauspielerinnen und Schauspielern des Görres Gymnasiums Düsseldorf im Anschluss ins Gespräch zu kommen. Eine besondere Ehre war es, Jack Terry, den jüngsten Überlebenden des Konzentrationslagers Flossenbürg, im Publikum zu wissen.

Das Theaterstück „Der Schlaf des Vergessens gebiert Ungeheuer“ wurde von den Düsseldorfer Schülern eindrucksvoll aufgeführt. Es fordert dazu auf, die schlimme Vergangenheit der NS-Zeit niemals zu vergessen und uns dieser immer wieder zu erinnern,  um aus der Vergangenheit zu lernen. Angelehnt ist die Eigenproduktion der Gruppe 6 an den Roman „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada und gewidmet ist das Theaterstück Jack Terry. Besonders toll an dem Theaterstück ist, dass es auch aktuelle politische Ereignisse rechter Gruppierungen wie Pegida- Aufmärsche aufgreift und so die Gegenwart mit einbezieht. Es fordert uns auf, uns einzumischen, nicht wegzusehen, uns gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung zu positionieren und mutig die eigene Meinung zu äußern und anderen Menschen zu helfen. Das Theaterstück ist eine Aufforderung zur Zivilcourage an jeden einzelnen von uns.

Der Austausch mit den Darstellerinnen und Darstellern im Anschluss an die Aufführung ermöglichte es der Klasse 10d genauer nachzufragen, sich über das Zustandekommen dieses Projekts, das Theaterstück selbst usw. zu informieren. Für die Schülerinnen und Schüler war es dabei von besonderer Bedeutung, Jakub Szabmacher, besser bekannt als Jack Terry, persönlich beim Theaterstück anzutreffen. Denn es ist sehr bewundernswert, dass er trotz dieser Gräueltaten so offen über seine Erlebnisse und Gefühle sprechen kann und immer wieder nach Flossenbürg zurückkehrt. Für alle Besucher dieser Exkursion war es eine beeindruckende Erfahrung, diesen Mann kennenlernen zu dürfen.

Hier ein Link zum Pressebericht: https://www.onetz.de/flossenbuerg/kultur/duesseldorfer-schueler-widmen-jack-terry-ein-theaterstueck-manchmal-reicht-eine-wahl-d1726671.html

Walburga Puff, 10d