Mit Dirndl und Lederhosen ins Ministerium

 

Foto: Wabra

Herr Wabras glückliche Auserwählte für den fast traditionellen München-Ausflug waren dieses Jahr wir, die Schüler der Klasse 10c. Auch wenn wir das Fach Sozialkunde und somit schwerem Herzens auch dessen Lehrer zum Halbjahr abgeben mussten, war die gemeinsame Exkursion zum „Lernort Staatsregierung“ schon lange geplant und wurde freudig erwartet.
Nicht so freudig ging es allerdings am 06.07. aus dem Bett, um die Busfahrt um 6:30 Uhr (Das muss sich mal einer vorstellen!) anzutreten, aber die gute Stimmung war zum Glück bereits vor uns da und begleitete uns den ganzen Tag, zusammen mit Herrn Wabra natürlich, Herrn Köhler und Herrn Steeger.

Der erste Schritt nach der Ankunft, nach der verpflichtenden Personenkontrolle und dem obligatorischen Klamotten-Check, führte uns direkt unter die Kuppel des bayerischen Justizministeriums. Dort erfolgte auch die Begrüßung durch die Dame von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Beate Michl. Sofort stelle sie sich für uns alle als sympathische, liebe Begleitung durch unseren Tag heraus.

In einem der Konferenzräume des Ministeriums bekamen wir, neben einer kleinen Stärkung, drei informative Vorträge geboten: Zwei Juristen erklärten uns die Grundlagen des Regierungsaufbaus und des Strafrechts, auch die hautnahe Schilderung der Ermittlung bei einem Mordfall war dabei (wenn auch etwas trocken).

Schließlich gewährte uns der stellvertretende Pressesprecher des Justizministers, Dr. Ingo Krist, einen Einblick sowohl in sein als auch des Ministers Berufsleben. Er führte uns auch in des Ministers private Gemächer (okay, die Küche) und vor allem in sein Büro. Auch ein kleiner Abstecher zum Gerichtssaal der Prozesse über die weiße Rose war als Umweg zum kostenlosen Mittagessen drin.

Wegen genau dieser Eigenschaft des Essens und der üppigen Portionen war ein kleiner Verdauungsspaziergang von Nöten. Die Wegeleiterin war die trotz ihrer geringen Größe sehr flotte Frau Michl, das Ziel die bayerische Staatskanzlei. Dort angekommen, versetzte zwar der kleine Fauxpas einiger Mädels, ihre Ausweise im Bus liegen gelassen zu haben, den dortigen Sicherheitsbeamten in einen Säuerungsprozess; da er jedoch wohl keinen Haufen nach Herrn Wabra um Hilfe schreiende 16-Jährige hätte abwimmeln können, wurden wir alle eingelassen. Und es lohnte sich:
Im großen Kabinettssaal, an dessen runden Tisch wir Platz nehmen durften, wurden wir nicht nur Zeugen der wahrscheinlich teuersten Lampe Bayerns, sondern ließen uns von Frau Michl über Politikabläufe, Sicherheitsverfahren und später auch über die Architektur des Anbaus an das im 2. Weltkrieg zerbombte Hauptgebäude erzählen.

Das rundete unseren Ausflug gemütlich ab, und es ging mit viel Musik und komplett ohne Komplikationen zurück nach Weiden, wo wir um ca. 18:30 Uhr ankamen und für viele die Unternehmenslust noch nicht vorüber war. Unterstützt wurde diese Exkursion auch finanziell von der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Lilli Bauer (10c)