Elektro handgemacht

 

Gelungener Auftakt für „Takt aus der Reihe“ am Augustinus-Gymnasium

Das Projektseminar „Konzertmanagement“ hat seine Hausaufgaben gemacht. Und die erste Prüfung ist auch bestanden: Ein Abend mit künstlicher Musik – live gespielt.

Es geht auf eine Zeitreise durch die neuere Musikgeschicht

e: Spärliche, aber wirkungsvolle Lichteffekte, darüber minimalistisch mäandernde Linien- oder Fraktal-Landschaften – und schließlich, im Mittelpunkt, die Band. In diesem Fall bestehend aus Schülern des Augustinus-Gymnasiums, die auf der Bühne der Schul-Aula sorgsam ausgearbeitete Klangmotive erzeugen, durch ständige Repetition die Hörerfahrung vertiefen, bis endlich, beinahe schleichend, der Wechsel zum nächsten musikalischen Thema erfolgt. Das wiederum ist eine Variation des vergangenen.

Quelle: Schule

Kurz gesagt: Minimalismus steht im Vordergrund bei der Eröffnung der Konzertreihe „Takt aus der Reihe“, die von rund 30 Schülern des Projektseminars „Konzertmanagement“ organisiert und veranstaltet wird. Von der Werbung bis zur Technik und der Interpretation übernehmen die Schüler dabei alles, was für einen gelungenen Musikabend notwendig ist.

Am Freitag lautet das Motto „Minimalektro“, also minimalistische elektronische Musik, jedoch ohne Hilfe von Computern, alles ist handgemacht. Als zentrale Idee dient die sogenannte „Wirkung der Wiederholung“, wobei sich die Schüler bei ihren selbst erarbeiteten Arrangements etwa auf moderne Komponisten wie Steve Reich oder Philip Glass beziehen. In den so geschaffenen Sound-Sphären erwecken Larissa Reil und Christian Frischholz an den Keyboards, Thuy-Linh Vungoc am Bass sowie Benedikt Kneidl mit seinem Schlagzeug auch mitunter die Erinnerung an Werke von Brian Eno oder an das präzis-monotone Drumming eines Jaki Liebezeit. Im Laufe der vier dargebotenen Sets schimmert neben den eher ernsthaften musikalischen Anleihen aus den 70er Jahren auch immer wieder die Verspieltheit der elektronischen Musik aus den 80ern durch, eine nostalgische Zeitreise und ein gelungenes musikhistorisches Tondokument.

„Takt aus der Reihe“ wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Am 3. November folgt ein „Volksmusik-Crossover“, dann der Liederabend „Soirée der Sinne“, schließlich Hip- Hop und als krönender Abschluss die Produktion des Alpen-Rustikals „Der Watzmann ruft“.

Pressebericht aus: „Der Neue Tag“ vom 23. Oktober 2017