Frankreich-Austausch mit Vichy und Aigueperse vom 14. bis 23. März 2018

 

Bourges (Foto: Büchl)

Nach einem langen Tag mit einer schier endlosen Busfahrt sind wir – 24 Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen und drei mutige Mädels aus der Klasse 8e – gegen 21 Uhr in Vichy angekommen. Dort wurden wir mit unseren Gastfamilien bekannt gemacht und danach von diesen „nach Hause“ gebracht, wo wir in den Genuss unseres ersten französischen Essens kamen.

Am Donnerstag besichtigten wir die Schulen von Aigueperse* und Vichy, wobei uns viele Unterschiede zu unserer Schule aufgefallen sind, z. B. hat in Frankreich jede Schule ein echtes Krankenzimmer mit einer ausgebildeten Krankenschwester. Anschließend besuchten wir den Unterricht. Am Nachmittag bekamen wir von Frau Büchl und Herrn Seiermann eine Führung durch die Kurstadt Vichy, welche trotz ihrer 37 000 Einwohner wie eine Großstadt wirkt.

Clermont-Ferrand, die Partnerstadt von Regensburg, besuchten wir am Freitag. Sie ist u.a. bekannt durch die Reifen-Firma Michelin und ihre schwarze Kathedrale aus Vulkangestein.

Eine bezaubernde winterlich angehauchte Landschaft präsentierte sich den 27 Schülern des Augustinus-Gymnasiums, als sie auf den Gipfel des 1465 Meter hohen Vulkans Puy de Dôme im Zentralmassiv wanderten. Er gehört zur „Kette der 100 Vulkane“, und ist deren höchste Erhebung. Kein Wunder also, dass ein junger französischer Austauschpartner die Erzählungen aus Weiden mit den Worten „Was? – Ihr habt dort nur zwei Vulkane?“ kommentierte. (Foto: Büchl)

Das Wochenende lief in jeder Familie individuell ab. Ich war zum Beispiel im „Vulkania“, einer Mischung aus Freizeitpark und Museum mit vielen 4D Animationen rund um die Vulkane der Auvergne. Der Steinbruch von Volvic, wo auch das berühmte Mineralwasser herkommt, stand am Montag auf dem Programm, mit anschließendem Workshop, bei dem wir eine Lava-Steinplatte bemalen durften; und am Nachmittag bestiegen wir den Puy de Dôme, von welchem man eine super Aussicht über die Auvergne hat.

(Text: Jonas Frenzel)

 

Am Dienstag besichtigten Franzosen und Deutsche gemeinsam Bourges, eine Stadt ca. 200 km nördlich von Vichy. Dort erhielten wir eine Führung durch die imposante gotische Kathedrale Saint-Étienne, bei der es besonders interessant war zu hören, wie die Kirchenfenster hergestellt wurden und wie man deren Alter erkennen kann. Nach der Mittagspause mit unseren Austauschpartnern besuchten wir den Palais Jacques Coeur, den mittelalterlichen Palast eines sehr reichen Kaufmanns, der mit dem Augsburger Jakob Fugger verglichen werden kann. Anschließend wurden wir noch durch die Altstadt geführt und fuhren dann zurück nach Vichy beziehungsweise Aigueperse.

(Text: Eva Wellstein)

Thiers

Zum obligatorischen OFAJ-Projekt trafen wir uns alle am Mittwoch in Vichy in der Schule, um in deutsch-französischen Teams Werbeplakate zu erstellen, die zur Teilnahme an einem Austausch motivieren sollen. Am Donnerstag folgte der letzte Ausflug in Frankreich: der Besuch der Stadt Thiers, einer typisch mittelalterlichen Stadt mit vielen Fachwerkhäusern, wo früher Messer hergestellt wurden. Dort bekamen wir eine Führung durch ein Museum, welches die Etappen der Messerherstellung veranschaulicht. Anschließend wanderten wir durch das Tal der Messerschleifer.

Nach einer schönen Zeit in Frankreich wollten viele eigentlich noch länger in Frankreich bleiben. Aber dennoch waren wir hocherfreut, als wir am Freitagabend in Weiden ankamen, und endlich wieder bei unseren Familien sein konnten.

(Text: Jonas Frenzel)

 

*Anmerkung von Fr. Büchl: Das Collège Diderot in Aigueperse, ca. 20 km von Vichy entfernt, war zum ersten Mal beteiligt, da Frau Chauliac auch dort Deutsch unterrichtet, was es uns ermöglichte, eine größere Schülergruppe nach Frankreich mitzunehmen. Allerdings bedeutete dies auch eine logistische Meisterleistung von Frau Chauliac, da sämtliche Ausflugsziele minutiös geplant werden mussten. Die Schüler, deren Gastfamilien in Aigueperse oder Umgebung wohnen, wurden immer extra abgeholt und dabei durfte weder die Höchstkilometerzahl, die durch den deutschen Busunternehmer vorgegeben war, überschritten werden, noch die pünktliche Rückkehr zum Schulende verpasst werden, da ansonsten die Schulbusse weg gewesen wären.

Gegenbesuch der französischen Austauschschüler am Augustinus-Gymnasium:
Bamberg – hier die Kulisse von Klein-Venedig- war nur eines von vielen Zielen, die die Schülergruppe aus der Auvergne bei ihrem Aufenthalt vom 25.4. bis zum 4.5. in Bayern ansteuerte. Auch Bayreuth, Nürnberg, Waldsassen, Bärnau und natürlich Weiden und der Maibaum standen auf dem Programm. (Foto: Büchl)