„Essen, wo es hingehört“ – Exkursion zur Weidener Tafel

 

Bild: Köhler

„Die Räumlichkeiten sind so groß?!“, „So viele Menschen?“ – dies waren nur einige der überraschten Aussagen, welche die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Zivilcourage“ am Freitag, dem 18.05., voller Erstaunen äußerten.

Nachdem die „Tafeln“ in den letzten Monaten häufig Bestandteil der medialen Berichterstattung waren und wir auch über die entsprechende Thematik innerhalb unseres P-Seminars diskutierten, konnten wir uns dank eines lebhaft gestalteten Rundgangs ein Bild von der Situation in Weiden machen.

Herr Gebhardt, 1. Vorsitzenden der Weidener Tafel, erläuterte nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen unter denen Bedürftige bei der Tafel nicht mehr zum Verkauf stehendes Essen abholen können, sondern wies zudem eindrucksvoll darauf hin, dass wir in unserem Land eine immense Anzahl an noch genießbaren Lebensmitteln wegwerfen oder diese nicht mehr verkauft werden dürfen. An dieser Stelle machte er uns darauf aufmerksam, dass die Tafel ebenfalls ausschließlich Waren ausgibt, welche nach den gesetzlichen Bestimmungen noch verwertbar sind.

Das P-Seminar konnte sich eine Vorstellung von diesen Dimensionen machen, da wir auch in den Anlieferungsbereich der Weidener Tafel blicken durften. Die als eingetragener Verein agierende Organisation befindet sich in einem ehemaligen Supermarkt und benötigt diese großen Räumlichkeiten auch aufgrund der Anzahl an Lebensmitteln, welche wöchentlich ausgegeben werden. Die Arbeit der Weidener Tafel unterstützen etwa 80 ehrenamtliche Helfer, welche die Lebensmittel abholen, prüfen und auch schlussendlich ausgeben. Wir konnten ebenfalls kurze Gespräche mit einigen von ihnen führen und waren von ihrem Engagement sehr beeindruckt.
Weiterhin erklärte Herr Gebhardt die soziale Zusammensetzung der sogenannten „Abholer“ und verdeutlichte uns anhand der von ihm genannten Zahlen, welche wichtige Aufgabe die Tafeln für die Unterstützung von bedürftigen Menschen nicht nur deutschlandweit, sondern auch in unserer Region leistet.

Wir bedanken uns bei Josef Gebhardt für diesen beeindruckenden, zum Teil ergreifenden und auch äußerst informativen Einblick in die Arbeit der Weidener Tafel.

Köhler