Vortrag der Hospizhelferin Hildegard Haupt

 

Foto: Fellner

„Der Tod sollte kein Tabuthema sein“, das will Hildegard Haupt den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen im zweistündigen Vortrag im Medienraum näherbringen. Seit 15 Jahren arbeitet Hildegard Haupt aus Grafenwöhr als ehrenamtliche Hospizhelferin für den  ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Weiden-Neustadt/WN. Sie begleitet sterbende Menschen in ihren letzten Stunden und weiß, was Sterbende und ihre Angehörigen in dieser schweren Zeit brauchen.

Um die Situation ihrer Hausbesuche zu demonstrieren, schlüpfen zwei Schülerinnen in die Rollen von Hospizhelfer und Patienten. Sie stellen fest, dass es nicht leicht ist, die Bedürfnisse der oft sehr schwachen Menschen nur durch Gestik und Mimik zu erkennen. Auch für die Angehörigen stelle der Sterbeprozess eine schwere emotionale Belastung dar. Hier versucht Frau Haupt als Freundin und Stütze, die auch nach dem Tod die Familie weiter begleitet, zu agieren. Mit anschaulichen Beispielen lernen die Schüler die verschiedenen Sterbephasen kennen. Auch rät ihnen die Hospizhelferin, möglichst früh eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auszufüllen, auch wenn man in jungen Jahren eigentlich nicht an den Tod denken wolle.

Schlussendlich zeigte die Hospizhelferin Hildegard Haupt den Schülerinnen und Schülern in ihrem bewegenden Vortrag, dass Sterben ein intensiver, lehrreicher und nicht zwingend trauriger Lebensabschnitt ist, weil der Tod- wie die Geburt- zum Leben gehört.

Anzenberger