Unterstufentheater: Blut – oder Schokolade?

 

Eigentlich sind sie als blutgierige Monster bekannt: Vampire. So aber nicht am Augustinus-Gymnasium. Hier trafen die SchülerInnen der Unterstufe auf einige ganz besondere Exemplare dieser Spezies. Da ist zum einen Vladimir, ein kleiner Vampir aus dem Hause derer von Grottenstein, der seit zwanzig Jahren kein Blut mehr saugt. Stattdessen hat er seine Ernährung auf Getreide, Obst und Gemüse umgestellt. Und es gibt eben auch noch den Vampir Aljoscha, der sich schrecklich vor Mücken fürchtet, aber, ganz im Gegensatz zu Vladimir, vom Blutsaugen nicht lassen kann. Das Einzige, das ihn davon abhalten kann, ist Schokolade, egal in welcher Form.

Vladimir macht sich als Letzter aus seiner Familie eines Tages gemeinsam mit seinem besten Freund, dem äußert klugen Hund Barabaska auf Reisen, denn er möchte endlich Freunde unter den Menschen finden. Wären da nur nicht seine furchteinflößenden Vampirzähne. Selbst die fachkundige Zahnärztin, Frau Zampelli, kann ihm nicht helfen. Und wäre das nicht schon genug, Hexe Bolligru begleitet von ihrem Raben Krakra und Zauberer Kullibulli streiten sich im Elfenwald und beeinflussen so das Schicksal unseres jungen Helden. Jeder Zauberspruch ist der bösen Hexe recht, um ihrem Widersacher Kullibulli zu schaden. Mit aller Macht möchte sie Vladimir zurück in die Gruft schicken, verwandelt sogar einen Frosch in einen schönen Prinzen (Lilia Thesing), der leider einige Sprachprobleme hat. Mit der Zeit gerät alles durcheinander, selbst die Polizei, eigentlich auf der Jagd nach einem Wilddieb, verliert nach und nach die Kontrolle.

Doch wie das im Märchen so ist, am Ende wird alles gut: Die Eule Eulalia kann endlich wieder ihren Schönheitsschlaf genießen und Vladimir lädt seine neue Freundin Liesl auf sein Schloss in den Karpaten ein. Vielleicht gibt es ja dort für den nimmersatten Aljoscha genug Blut oder Schokolade?

Die jungen Schauspieler, egal ob große oder kleine Rolle, beeindruckten das Publikum mit ihren künstlerischen Talenten und ernteten dafür viel Applaus. Ein herzliches Dankeschön gilt ebenso der Technikgruppe, die sich für den einen oder anderen Special Effect verantwortlich zeichnete.

Witt (Bilder: Foto AG)