Was ist Zivilcourage?- Projekttag am AGW

 

Was ist Zivilcourage? Diese Frage stellen sich viele, wenn sie diesen Begriff hören, aber die wenigsten haben darauf eine Antwort. Das P-Seminar „Zivilcourage“ hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, mit verschiedenen Projekten auf dieses Thema aufmerksam zu machen und somit organisierten wir für den Projekttag am Ende des Schuljahres 2017/2018 einen Workshop, bei welchem wir mit Spielen und Vorträgen verschiedener Organisationen die Bedeutung von Zivilcourage hervorheben wollten.

Foto: Barbara Schmucker

Die etwa zwanzig Teilnehmer wurden in vier Teams eingeteilt und besuchten die verschiedenen Stationen, die die Seminarteilnehmer gestaltet hatten. Ein Rollenspiel sollte verdeutlichen, wie wir mit verschiedenen Personengruppen wie Flüchtlingen, Behinderten und Arbeitslosen bewusst oder unbewusst umgehen, um so hervorzuheben, dass wir alle auf eine gewisse Art und Weise von Klischees voreingenommen sind. Hierfür wurden den Schülerinnen und Schülern nach einem Zufallsprinzip verschiedene Rollen zugeteilt. Jedoch wusste nur die gegenüberstehende Person, welche Rolle die andere Person einnehmen sollte, so dass sie dann in dieser Situation über verschiedene Themen, wie beispielsweise den letzten Urlaub, reden sollten. Im Anschluss daran wurden in einer Diskussionsrunde die unterschiedlichen Eindrücke und Gefühle festgehalten und reflektiert.

Foto: Barbara Schmucker

Auch eine neue Version des Klassikers „1, 2 oder 3“ war Bestandteil des Workshops. Hier zählte die eigene Meinung jedes Mitspielers, nachdem verschiedene Situationen vorgestellt worden wurden und drei Antwortmöglichkeiten zur Verfügung standen. So sollte jeder entscheiden, wie er in dieser Situation am besten gehandelt hätte. Diese Spiele verdeutlichten, wie wichtig es ist, Zivilcourage zu zeigen und Menschen zu helfen.

Foto: Laureen Butler

Der Aspekt „anderen Menschen zu helfen“ stand auch bei den vier Vorträgen im Vordergrund. Vertreter des Weissen Rings, der Weidener Tafel, des Kinderheims Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach und des AK Asyl stellten jeweils in einem kurzen Vortrag ihre Tätigkeiten und Fälle vor, mit denen sie sich täglich auseinandersetzen. So war es sehr bewegend, als Mitarbeiter des Kinderheims ihre teils sehr beeindruckenden Erlebnisse erzählten und die Motivation ihrer Tätigkeiten hervorhoben: Kindern und Jugendlichen aus schwierigen familiären Verhältnissen ein neues  Zuhause zu ermöglichen und ihnen die Chance zu geben, wieder ein geregeltes Leben führen zu können.

Am Ende des Workshops versammelte sich die gesamte Gruppe noch einmal und es wurde passenderweise das schon vor einigen Wochen von zwei Schülern im Lichthof inszenierte und gefilmte Streitgespräch präsentiert. In einem abschließenden Gespräch zeigten sich unsere Teilnehmer von unseren Workshops sehr beeindruckt und wir als P-Seminar sind stolz darauf, dass unsere durch harte Arbeit und viel Organisation entstandenen Stationen so gut ankamen und wir mithilfe von diesen den Schülerinnen und Schülern die Frage beantworten konnten, was Zivilcourage ist.

Laureen Butler und Barbara Schmucker für das P-Seminar „Zivilcourage“