Biologie

 

Ein wesentlicher Teil unserer kulturellen Identität wird heute durch die Naturwissenschaften geprägt. Erkenntnisse, die in der Biologie gewonnen werden, haben in vielen Bereichen, wie in der Medizin, Gentechnik oder auch Ernährung einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Mit dem Hintergrund, dass sie selbst die Umwelt tiefgreifend beeinflussen können, erwerben unsere Schüler Achtung vor dem Lebendigen und Verantwortung für ihr Handeln.

Präparation von Schweineherzen (Foto: Schröck)

Innerhalb des Rahmens des Biologieunterrichts lernen die Schüler den Weg des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns, welcher Experimentieren, genaues Beobachten und Beschreiben, sachgerechtes Darstellen und Interpretieren beinhaltet. Durch diese handlungsorientierten Unterrichtsverfahren erlernen die Schüler Fertigkeiten, die für alle naturwissenschaftlichen Fächer wichtig sind.
Durch die intensive Beschäftigung mit Lebewesen und Lebensvorgängen wird die emotionale Bindung der Schüler zur Tier- und Pflanzenwelt gestärkt und somit auch nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln zu deren Schutz gefördert.

Im Biologieunterricht wird fächerübergreifend auf Erkenntnisse und Methoden der Physik, Chemie sowie der Mathematik zurückgegriffen. Auch zu Fächern der Gesellschafts- und Geisteswissenschaften werden inhaltliche Bezüge hergestellt. Des Weiteren kann bei der Behandlung von Natur – und Kulturräumen auf Kenntnisse der Geographie zurückgegriffen werden. Grenzfragen zur menschlichen Existenz ermöglichen auch eine Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Religionslehre sowie Ethik.

In der Unterstufe lernen die Schüler die Biologie im Rahmen des Faches Natur und Technik kennen. Inhaltlich werden den Schülern Themen wie die Betrachtung des Menschen, Wirbeltiere und Blütenpflanzen nähergebracht. Ein wichtiges Ziel ist somit, dass die Schüler Interesse und Freude an der Natur entwickeln und bewahren.

In der Mittelstufe können sich die Schüler aufgrund ihrer Fähigkeit, abstrakter zu denken, mit komplexeren Themen wie Evolution, Genetik, Zellbiologie, Ökologie und Physiologie des menschlichen Körpers auseinandersetzen. Auch die Themen Suchtprävention und Sexualerziehung vermitteln wichtige Inhalte.

In der Oberstufe wird vertieftes Verständnis von Lebensvorgängen auf zellulärer und molekularer Ebene durch Themen wie Stoffwechselphysiologie, Genetik und Neurobiologie vermittelt.  Ökologie, Evolutions- und Verhaltensbiologie sind Themengebiete, die den Schülern helfen, zunehmend in Systemzusammenhängen zu denken. Besonders interessierte Schüler können darüber hinaus ein W-und P-Seminar im Fach Biologie wählen.

Folgende Themenbereiche werden in den Jahrgangsstufen 5 mit 12 behandelt:

Jgst.(Wochenstd.) Themenbereiche
5 NT(1,5)
  • Kennzeichen und Geschichte der Lebewesen
  • Körper des Menschen und seine Gesunderhaltung
  • Suchtprävention, Familien- und Sexualerziehung
  • Körperbau und Lebensweise von Säugetieren
6 NT(2)
  • Wirbeltiere in verschiedenen Lebensräumen
  • Bau und Lebenserscheinungen der Blütenpflanzen
8(2)
  • Einfache Organisationsstufen von Lebewesen
  • Einblick in die Biodiversität bei wirbellosen Tieren
  • Evolutionstheorie
  • Fortpflanzung und Entwicklung des Menschen
9(2)
  • Nerven- und Hormonsystem, Sinnesleistungen
  • Suchtgefahren und Gesundheit
  • Grundlagen der Genetik
  • Immunsystem
  • Angewandte Biologie
10(2)
  • Stoffwechsel des Menschen
  • Bau und Funktion innerer Organe
  • Ökologie
  • Angewandte Biologie
11(3)
  • Strukturelle und energetische Grundlagen des Lebens
  • Genetik und Gentechnik
  • Neuronale Informationsverarbeitung
12(3)
  • Evolution
  • Der Mensch als Umweltfaktor – Biodiversität
  • Verhaltensbiologie

 

Ein exemplarisches Vorgehen im Biologieunterricht ist unumgänglich, da die Vielfalt der biologischen Vorgänge nur durch strukturierte Inhalte mit Hilfe von Basiskonzepten vermittelt werden kann. Ein Beispiel für ein solches Basiskonzept ist „Variabilität und Angepasstheit“, welches vermittelt, dass Lebewesen bezüglich Bau und Funktion an ihre Umwelt angepasst sind. Angepasstheit wiederum wird durch Variabilität ermöglicht. Durch das Hervorheben dieser Basiskonzepte werden kumulative Lernprozesse in Gang gesetzt, die die Schüler dazu befähigen Naturphänomene selbst einzuordnen und zu deuten.

(Quelle: http://www.isb-gym8-lehrplan.de/contentserv/3.1.neu/g8.de/index.php?StoryID=26386, Stand 30.03.2017)