Ein Zeichen gegen das Vergessen – ein Stolperstein für Elise Heimann

Eine besondere Ehre wurde dem P-Seminar Geschichte zuteil: Die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe durften die Gedenkfeier zur Verlegung eines Stolpersteins für das jüdische Holocaust-Opfer Elise Heimann mitgestalten.

Dieser Stein erinnert in der Dr.-Seeling-Straße 31 an das Schicksal der zweifachen Mutter, die – genauso wie ihr Ehemann – in einem NS-Vernichtungslager zu Tode kam. Dem Ehepaar war es noch gelungen, ihre beiden Kinder zu retten. Einige von deren Nachkommen aus Israel und den USA waren nun nach Weiden gekommen, um an der feierlichen Zeremonie teilzunehmen.

Unsere Schülerinnen und Schüler erinnerten mit Texten und Bildern an Elises Lebensgeschichte und übernahmen die musikalische Umrahmung: Alisa Jarusskij (Gesang) und  Veronika Rupprecht (Piano) interpretierten empathisch „Von guten Mächten“ und „Hevenu Shalom Alechem” und berührten damit die etwa 80 Zuhörerinnen und Zuhörer aus Weiden  sowie Elise Heimanns Nachfahren. Ihr Enkel, Ofer Heiman (73), dankte allen an der Feier Beteiligten, insbesondere dem Weidener Oberbürgermeister Jens Meyer und Dr. Sebastian Schott, dem Leiter des Stadtarchivs:  „Dieser kleine Stein bedeutet uns so viel. Er verbindet uns mit der Vergangenheit.“

Thomas Peter/Frederik Zöllner

Für nähere Informationen und weiteres Bildmaterial:

https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/stolperstein-fuer-elise-heimann-angehoerige-aus-israel-und-den-usa-kommen-als-freunde

https://www.otv.de/stolperstein-wahrt-die-erinnerung-741916/