Design trifft Zukunft – Einblick in den Studiengang Kommunikationsdesign

 

Wie entstehen Marken, die im Gedächtnis bleiben? Kann man Luftqualität sichtbar machen? Und welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz im Design? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen am vorletzten Schultag im Kunstunterricht.

 

Auf Einladung von Frau Zimmermann kehrte der ehemalige Augustinus-Schüler Max Völkl an seine ehemalige Schule zurück. Heute studiert er Kommunikationsdesign an der Hochschule Hof, Campus Münchberg, und gab den Oberstufenschülerinnen und -schülern im Rahmen einer Studienorientierungsveranstaltung spannende Einblicke in sein Studium.

 

Schnell wurde deutlich: Kommunikationsdesign ist weit mehr als das Gestalten von Plakaten. Max stellte die Schwerpunkte seines Studiengangs vor – von Grafikdesign über Interaction- und Informationsdesign bis hin zu UX-Design, Storytelling, Markenrecht und Wahrnehmungspsychologie. Besonders beeindruckend war der hohe Praxisbezug des Studiums: Bereits während der sieben Semester arbeiten die Studierenden an realen Projekten mit Unternehmen und Institutionen.

Projektarbeit

So entstand während seines Studiums beispielsweise eine Fundraising-Kampagne für den Zoologischen Garten Hof mit Plakaten, Flyern und Merchandising-Produkten, um Spenden für die Sanierung des Savannenhauses zu sammeln. Ein weiteres Projekt entwickelte Max Völkl gemeinsam mit einem Londoner Start-up. Das Ergebnis war eine kreative Lösung, um Luftqualitätsdaten mithilfe von Lichtimpulsen sichtbar und damit für Menschen unmittelbar erfahrbar zu machen.

 

 Kurz nachgefragt

 

Was macht Kommunikationsdesign für dich so spannend?  

„Mich begeistert, dass Design Probleme lösen kann. Es geht nicht nur darum, etwas schön aussehen zu lassen, sondern Informationen verständlich zu machen und Menschen zu erreichen.“

 

Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz im Studium?  

„KI ist heute ein fester Bestandteil vieler Projekte – etwa beim Vibe Coding oder der Bildgenerierung. Sie übernimmt Routineaufgaben und hilft dabei, Ideen schneller zu entwickeln.“

 

Braucht man dann überhaupt noch Kommunikationsdesigner?  

„Unbedingt. KI ersetzt keine kreativen Konzepte und keine strategischen Entscheidungen. Es braucht weiterhin Menschen, die Ideen entwickeln, Zusammenhänge erkennen und KI gezielt einsetzen.“

 

Nach dem Bachelor of Arts eröffnen sich vielfältige Berufsperspektiven – von Designagenturen über Unternehmen wie Mercedes, Bosch oder Continental bis hin zur Gründung eines eigenen Unternehmens.

 

Wir bedanken uns herzlich bei Max Völkl für seinen eindrucksvollen Vortrag und sein Engagement. Der Besuch zeigte, wie wertvoll der Austausch mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern ist und machte bei vielen Lust, sich näher mit kreativen Studien- und Berufsmöglichkeiten zu beschäftigen.

 

Birgit Zimmermann