Schüleraustausch mit Vichy (Frankreich)

Seit mehr als 30 Jahren verbindet das Augustinus-Gymnasium eine herzliche Freundschaft mit dem Collège Jules Ferry in Vichy. Dieses Austauschprogramm war bisher für ca. 20-30 Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe, evtl. auch für mutige Schüler aus der 8. Klasse, vorgesehen. Ab 2027 (2026 wird pausiert) werden auch die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe bereits in den Genuss der Teilnahme kommen, wenn sie Französisch als zweite Fremdsprache belegen. Der Austausch erlaubt ihnen, ihre Sprachkenntnisse sofort anzuwenden und zu erweitern und so unsere Nachbarn im Westen näher kennen zu lernen.

Unabhängig vom Gruppen-Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Vichy gibt es durch die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich, organisiert vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), die Möglichkeit, mehrere Monate „alleine“ in Frankreich zu verbringen, und dies viel kostengünstiger als im englisch-sprachigen Ausland (weitere Informationen)!

Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Vichy

Der Austausch findet im zweijährigen Wechsel statt. Auf dem Besichtigungsprogramm stehen dann natürlich die Altstadt von Weiden, aber auch interessante Städte wie Bayreuth, Regensburg oder Nürnberg. Dauerbrenner auf der Wunschliste unserer Gäste sind mittlerweile auch Waldsassen und das Kloster Speinshart geworden.

In Vichy, der eleganten Kurstadt im Herzen Frankreichs, lernen unsere Schüler den Schultag ihrer französischen Kameraden kennen, der jeden Tag – außer mittwochs- bis 16.30 Uhr dauert. In der Schulkantine werden sie mit typisch französischem Schulessen versorgt. Bei zahlreichen Ausflügen erkunden die Teilnehmer am Frankreich-Austausch die Auvergne mit ihren landschaftlichen Schönheiten wie z.B. dem Parc des Volcans mit seiner höchsten Erhebung, dem Puy-de-Dôme und seiner Hauptstadt Clermont-Ferrand.

Neben dem touristischen Programm ist es aber auch wichtig, dass die Schüler und Schülerinnen sich wirklich kennen lernen, und das geschieht am besten, wenn sie gemeinsam an einer Sache arbeiten. Deshalb findet in jedem Jahr ein Projekt statt, das in der ersten Phase des Austauschs begonnen und in der Gegenbesuch-Phase vollendet wird. Themen der Projektarbeit waren in den letzten Jahren u.a. „Der Zauberlehrling“, „Der kleine Prinz“, „Feste und Feiertage“, „Werbung für unsere Regionen“, „Musik der Jugendlichen in Deutschland und Frankreich“ oder „Unsere Regionalküchen“. In verschiedenen länderübergreifenen Arbeitsgruppen wird dann gemeinsam gesungen, gebastelt oder geschrieben „was das Zeug hält“, damit am Ende dieser Phase jeder Teilnehmer ein kleines „Produkt“ in Händen halten kann und sich noch möglichst lange an die schönen, bereichernden Erfahrungen erinnert, die die Teilnahme an einem Schüleraustausch und das Leben in einer Gastfamilie ermöglicht.

Bildschirmpräsentation „Schüleraustausch Vichy“ mit vielen Fotos

Was im Deutsch-Unterricht unserer Partnerschule alles so läuft: zum Blog von Madame Chauliac und ihren Schülerinnen und Schülern

Im Rahmen des P-Seminars „Unser Schüleraustausch mit Frankreich“ wurden in einer Umfrage Teilnehmer am Austauschprogramm auf beiden Seiten zu ihren Erfahrungen interviewt. Das Ergebnis war durchwegs positiv:

Herr Seiermann:
Wie aufwendig ist die Organisation des Austauschs, inwieweit sind Sie daran beteiligt?
Wenn die Schüler im Bus gen Vichy sitzen, können sie wahrscheinlich gar nicht erahnen, wie viel Zeit und Engagement die beteiligten Lehrkräfte auf beiden Seiten investiert haben: Erarbeitung eines Programms, das das Budget berücksichtigt, Zuteilung der Austauschpaare, Telefonate und e-mails, Termine etc. fix zu machen, den Infoabend für die Eltern ….

An welche peinlichen oder lustigen Momente können Sie sich erinnern?
Vor allem an einen: die Sitzblockade der französischen Austauschschüler vor unserem Bus, um zu verhindern, dass wir wieder heimfuhren.

Madame Chauliac:
An welche peinlichen oder lustigen Momente können Sie sich erinnern?
Il y a eu beaucoup de moments drôles entre collègues, mais que je garderai ici secrets ! Autres moments drôles avec les élèves : la première rencontre, lorsque Allemands et Français ne savent pas vraiment comment se saluer, la visite de l’éco-musée de Neusath Perschen lorsqu’il faut nettoyer l’écurie ou faire du beurre, le rallye –photos de l’année dernière…

Frau Büchl:
An was werden Sie sich immer erinnern, wenn Sie an den Austausch zurückdenken?
Die guten Gespräche mit den Kollegen während der Fahrt; die nervöse Zunahme des Lautstärkepegels kurz vor der Ankunft in Vichy; die Tränen beim Abschied…